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Wörthersee mal anders – 5 Tipps abseits vom Trubel

Wörthersee mal anders – 5 Tipps abseits vom Trubel

Der Wörthersee hat ein kleines Imageproblem. Einerseits bietet er eine traumhafte Landschaft. Andererseits: überteuerte Strandbäder, volle Liegewiesen und keine Parkplätze. Kein Wunder also, dass viele Österreicher den Wörthersee im Sommer eher meiden. Zu voll, zu touristisch, zu wenig entspannt.

Mit uns lernst du den Wörthersee mal anders kennen. Abseits der bekannten Hotspots gibt es kleine Badeplätze, ruhige Naturorte, gemütliche Lokale und Ausflugsziele, die zeigen, dass der wohl berühmteste See Kärntens nicht nur aus Beachclubs und Sommertrubel besteht.

Wir haben fünf Geheimtipps rund um den Wörthersee gesammelt, die einen Ausflug auch für alle interessant machen, die lieber Ruhe haben statt in Menschenmassen unterzugehen.

1. Gratis Baden am Wörthersee – die schönsten öffentlichen Seezugänge

Ein Tag am Wörthersee muss nicht automatisch teuer sein. Rund um den See gibt es auch öffentliche Badeplätze, an denen man ohne großes Budget direkt ins Wasser kommt. Zwar ist das Parken bei vielen dieser Plätze kostenpflichtig oder die Stellplätze sind begrenzt, dafür spart man sich den Eintritt. Und statt großer Strandbad-Atmosphäre trifft man hier eher auf Einheimische.

Besonders empfehlenswert sind das Freibad Sallach und der Freie Badestrand Sekirn. Beide Badeplätze haben ihren eigenen Charme und bieten mit ihren Stegen genau dieses klassische Seegefühl: Handtuch ausbreiten, Sonne genießen und direkt ins türkisblaue Wasser springen.

Der Seezugang beim Techelsberg ist kleiner, naturbezogener und eine gute Alternative für alle, die sich nur kurz abkühlen wollen. Wer bereit ist, für ein ruhigeres Badeerlebnis doch etwas zu bezahlen, kann auch die Strandbäder Maiernigg und Reifnitz ausprobieren.

2. Hohe Gloriette & Burgruine Leonstein – Geschichte und Aussicht über dem Wörthersee

Der Wörthersee lässt sich nicht nur beim Baden erleben. Manchmal lohnt es sich, ein paar Höhenmeter zu machen und den See aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten.

Oberhalb von Pörtschach liegt die Hohe Gloriette – ein Aussichtspunkt mit einem beeindruckenden Blick über den Wörthersee und die umliegende Berglandschaft. Der Weg dorthin führt durch den Wald und ist eine schöne Alternative zum klassischen Spaziergang an der Seepromenade.

Wer den Ausflug verlängern möchte, kann die Umgebung erkunden und einen Abstecher zur Burgruine Leonstein machen.

3. Die Labsalerie – Genuss am Wörthersee mal anders

Der Wörthersee kann viel – aber kulinarisch landet man oft bei den gleichbleibenden Lokalen mit Seeblick. Bei der Labsalerie erwartet dich statt klassischem Restaurantbetrieb ein Jausenlokal das bewusst einfach gehalten ist und eine entspannte Atmosphäre bietet.

Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Essen. Eine kleine Speisekarte mit Jausenplatten – darunter auch vegetarische und vegane Optionen – wird den Gästen zur Auswahl gestellt. Die Zutaten sind alle regional und saisonal – vieles davon sogar aus eigener Produktion.

Für Kulinarik-Fans oder große Gruppen gibt es die sogenannte „GenussGelage“, eine große Jausenplatte mit viel Auswahl. Sie wird in die Mitte gestellt und geteilt – genau so, wie eine Jause traditionell auch gehört.

4. Lendspitz & Schloss Maria Loretto – Naturauszeit mitten in Klagenfurt

Wer am Wörthersee oder in Klagenfurt einen Ort sucht, der echtes Naturgefühl und eine ruhige Atmosphäre bietet, wird sich früher oder später hier finden. Der Lendspitz liegt in der Klagenfurter Ostbucht des Wörthersees und ist Teil eines Europaschutzgebiets. Zwischen Schilf, Wasserarmen und stillen Wegen bleibt ein Stück See übrig, das bewusst nicht durchinszeniert wurde, sondern einfach Natur sein darf.

In der Nähe befindet sich das Schloss Maria Loretto. Ein barockes Lustschloss aus dem 17. Jahrhundert, direkt am Wasser gebaut und genauso fotogen, wie man es sich vorstellt. Reinspazieren und besichtigen ist aber nicht einfach so drin – das Gebäude wird vor allem für Veranstaltungen genutzt.

Ein perfekter Ort für einen entspannten Halbtages-Ausflug. Kein großer Plan nötig – einfach durchspazieren, jausnen und eventuell ein kleines Fotoshooting beim Schloss.

5. Natur pur am Forstsee – das kleine Paradies südlich des Wörthersees

Wer dem Trubel endgültig entkommen möchte und vielleicht vor dem Baden noch eine kleine Wanderung machen will, sollte einen Abstecher zum Forstsee einplanen. Nur einen Katzensprung vom bekannten Wörthersee entfernt liegt ein kleinerer, ruhigerer See, der aber doch einiges mehr Naturgefühl bietet.

Am Forstsee gibt es kein Freibad und daher auch keinen Eintritt – einfach ankommen, einen Platz am Ufer suchen und die Ruhe genießen. Wer möchte, kann die Umgebung zuerst bei einer Wanderung erkunden und sich danach im Wasser abkühlen. Auch für diejenigen, die es besonders ungezwungen mögen, gibt es einen ausgewiesenen FKK-Bereich.

Allerdings sollte man hier nicht mit klassischer Strandbad-Infrastruktur rechnen. Parkplätze sind in der Sommersaison nicht kostenfrei und können an besonders beliebten Tagen schnell voll sein. Eine Gaststätte direkt am See gibt es ebenfalls nicht – wer hier einen Badetag verbringen möchte, packt sich am besten selbst eine Jause ein.

Und genau das macht den Forstsee zur perkfekte Alternative: Hier erlebt man einen Badeausflug so, wie er vor langer Zeit am Wörthersee auch war.

Wörthersee mal anders

Der Wörthersee wird oft auf volle Strandbäder, Sommerpartys und Tourismus reduziert. Dabei zeigen diese Geheimtipps, dass Kärntens berühmtester See noch viel mehr zu bieten hat.

Zwischen kostenlosen Badeplätzen, ruhigen Naturorten und besonderen Ausflugszielen rund um Klagenfurt findet man genau das, was im Sommer oft fehlt: Platz, Ruhe und ein bisschen weniger Trubel.

Man muss den Wörthersee nicht meiden – man muss ihn nur mal anders entdecken.

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